Eigene Collection-Klassen

Wer braucht eigene Collection-Klassen? Java, Perl, Ruby, Scala, Clojure, sie alle haben gute Bibliotheken und da sind sehr schöne Collection-Klassen verfügbar und wenn die mitgelieferten nicht reichen, findet man noch passendere. Es lohnt sich zu suchen.
Gelegentlich braucht man komplexere Collections, z.B. Mengen, die noch eine Gruppierung in disjunkte Teilmengen aufweisen und wahlweise über die einzelnen Teilmengen oder als Gesamtmenge angesprochen werden können. Man denke an die Menge aller Räume in einem Gebäude und die Teilmengen der Räume in einem bestimmten Stockwerk. So etwas läßt sich leicht aus den vorhandenen Strukturen zusammensetzen, man muss nur noch schauen, dass man das entsprechende Interface für die Gesamtmenge implementiert.

Es gibt aber durchaus auch Fälle, wo man aus Performance-Gründen wirklich dezidierte Collections für den Anwendungsfall braucht und weder im Lieferumfang noch im Netz in der erfordelichen Qualität findet. Da typische Collection-Klassen sehr allgemein und flexibel gehalten sind, kann man Annahmen treffen und nutzen und so einiges abkürzen. Nur als Beispiel ließ sich einmal in Java eine Map durch eine eigene Implementierung ersetzen, die für die Schlüssel vom Typ long optimiert war und wesentlich weniger Speicher verbrauchte, solange die gespeicherten Wert-Objekte relativ klein waren. Da dies eine große Applikation war, die auf Servern wirklich das Memory aufgebraucht hat und man noch in der Begrenzung der 32-Bit-Welt agieren musste, ließ sich dadurch das Problem des zu großen Speicherverbrauchs in den Griff bekommen. Voraussetzung war natürlich, dass diese Tabellen einen großen Teil des Speichers belegten.

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