Systemprogrammierung

So etwas muss man ja heute selten machen, Applikationsentwicklung ist eher die Tätigkeit, mit der man sich herumschlägt, wenn man kundenspezifische „Business-Software“ entwickelt oder anpasst. Bei der Systemprogrammierung schreibt man Software, die direkt auf Betriebssystemfunktionen und Hardware zugreift oder Teile von Betriebssystemen im weiteren Sinn, also nicht unbedingt nur Teile des Linux-Kernels oder Kernelmodule, sondern auch so etwas wie ls, mv oder auch Datenbanken und Webserver.

Aber gelegentlich kommt es doch in Projekten vor, dass man solche Kenntnisse einsetzen muss und dann ist es auch gut, sie zu haben. Für ein Projekt in der Vergangenheit, als es darum ging, Serversoftware für Billingsysteme zu entwickeln, die in C für Solaris geschrieben wurde, mit anderen Komponenten kommunizieren sollte und dann auch noch Performance bringen sollte, die ausreicht, um wenigstens jeweils in 24 Stunden mindestens die Daten zu verarbeiten, die durch die Telefonate innerhalb von 24 Stunden angesammelt wurden, was sich noch alle paar Monate verdoppelte.

Auch um bei Fahrkartenautomaten einer großen Bahngesellschaft die betriebssystemnahe Funktionalität zum Betrieb und zur Wartung von Fahrkartenautomaten zur Verfügung zu stellen, war es erforderlich, sich in diesem Bereich bewegen zu können.

Zur Zeit halte ich eine Vorlesung an einer Fachhochschule (ZHAW) in Zürich über Systemprogrammierung. Deshalb wird hier vielleicht auch gelegentlich einmal der eine oder andere Artikel zu Themen aus dem Gebiet auftauchen.

Die Beispielprogramme, die ich zu dem Thema erstelle, sind als Open-Source-Software in github und unter den Bedingungen der GPL v2 für jeden Interessenten verfügbar.

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